12. 05. 2004 / DE

FCI - Standard Nr. 233
LOEWchen
(Petit Chien Lion)

 

ÜBERSETZUNG : Michele Chauliac / Offizielle Originalsprache
(FR).
URSPRUNG : Frankreich.
DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN
OFFIZIELLEN STANDARDS : 24. 03. 2004.
VERWENDUNG : Gesellschaftshund.
KLASSIFIKATION FCI: Gruppe 9 Gesellschaft- und
Begleithund.
Sektion 1.3 Bichons und verwandte
Rassen.
Ohne Arbeitsprüfung.
KURZER GESCHICHTLICHER ABRISS : In der Kathedrale
von Amiens gebaut im XIII Jahrhundert kann man zwei in Stein
gemeißelte kleine Loewchen besichtigen, die genau der Rasse
entsprechen. Im XV jahrhundert wurde oft in Teppichen seine
charakteristische Silhouette dargestellt. Er wurde verwöhnt von den
Hofdamen der Bourgogne. Wird oft in Malereien des XVII gezeigt.
Im 18ten Jahrhundert beschreibt ihn Buffon sehr genau in seinem
„histoire naturelle“ und betont seine Seltenheit. In der selben Epoche
beschreibt ihn auch der Schwede Linne. Das kleine Loewchen wurde
genannt „Bichon Petit Chien Lion“. Der französische Club wurde
gegründet am 18. November 1847.
ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD : Es ist ein kleiner
Hunde intelligent und voller Elan, mit lebhaften Ausdruck und sehr
aufgeweckt; insgesamt robust mit gutem Knochenbau, kurz und gut
proportionierten Körper, hochgetragenem Kopf, windhundartiger
Silhouette. Mit Stolz und forschem Gang, betont durch seine
flatternde Mähne, durch löwenartige Schur; die nicht rasierten Teile
müssen völlig natürlich, in keinem Fall sollten sie geschnitten sein.
Muss unbedingt im Löwenschnitt geschoren sein für die Ausstellung.
FCI-St. Nr. 233 / 12. 05. 2004
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WICHTIGE PROPORTIONEN : Der kleine Loewchen ist
quadratisch gebaut. Die Körperlänge (Schulterblatt – Sitzbein) ist
gleich wie der Widerrist höher. Die Länge des Nasenrücken ist
annähernd 2/3 des Schädels.
VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN) : Sehr schmusig und
folgsam gegenüber seinem Herren, aufmerksam und aufnahmefähig,
locker in allen Situationen, er kann nach bedarf ruhig und diskret
bleiben. Sein ehrlicher und zärtlicher Blick versucht alles zu
verstehen was man von ihm erwartet.
KOPF : Relativ kurz, ziemlich breit vom oberen Schädelbereich zum
Fang, hoch getragen.
OBERKOPF :
Schädel : Eher flach, genauso breit wie flach.
Stopp : Leicht betont.
GESICHTSSCHÄDEL :
Nasenschwamm : Schwarz (völlige Pigmentierung erforderlich),
außer für braunes Haarkleid oder ähnliches : Der Nasenschwamm ist
dann dunkelbraun (völlige Pigmentierung erforderlich). Der
Nasenschwamm ist in der Verlängerung des Nasenrückens.
Fang : Eher breit, gerade.
Lefzen : Gut anliegend und schwarz, außer für braunes Haarkleid
und ähnliches : dann sind die Lefzen dunkelbraun.
Kiefer / Zähne : Kräftig und komplett, Scherengebiss. Fehlen der
PM1 wird geduldet.
Backen :
Augen : Gut nach vorne, groß, sehr dunkel, rund, auseinander; der
Blick soll geradeaus gerichtet sein. Die Augenlider sind völlig
pigmentiert.
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Ohren : Tief angesetzt (auf Augenhöhe). Von mittlerer Länge,
können ungefähr, wenn man sie lang zieht die halbe Fanglänge
erreichen, hängen, gut gefranst. Die Fransen können die
Nasenschwammspitze erreichen.
HALS : Von guter Länge, leicht gebogen, fügt sich harmonisch mit
der Schulter und dem Widerrist.
KÖRPER :
Obere Profillinie : Gerade.
Lenden : Kurz, breit und bemuskelt.
Brust : Gut entwickelt, zu den Ellenbogen herabreichend.
Untere Profillinie und Bauch : Gut hochgezogen.
RUTE : Sehr wenig unter die Rückenlinie angesetzt. Grazil getragen
und auf den Rücken gebogen ohne diesen zu berühren. Nur die
Fahne darf dieses im stehen und in der Bewegung.
GLIEDMASSEN
VORDERHAND :
Allgemeines: Gut im Lot.
Schultern : Schräg, beweglich, gut bemuskelt.
Ellenbogen : Am Körper anliegend.
Vordermittelfuss : Von vorne gesehen kurz und gerade, von der Seite
gesehen sehr leicht schräg.
Vorderpfoten : Klein und rund, engstehend und gut gewölbte Zehen.
HINTERHAND :
Allgemeines: Gut im Lot.
Oberschenkel und Unterschenkel : Gut bemuskelt, die Länge des
Schienbeins ist gleich der des Oberschenkelknochen. Die Sitzhöcker
sind leicht hervortretend.
Fußwurzel: Ziemlich kräftig, die Spitze befindet sich ungefähr auf ¼
der Widerristhöhe, normale Winkelung.
Hintermittelfuss : Robust, gut gerade zum Boden.
Hinterpfoten : Klein und rund, Zehen gut eng und gut gebogen.
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GANGWERK: Lebhaft, energisch, raumgreifend; gut parallel in der
Bewegung, der Kopf wird Stolz getragen.
HAARKLEID:
Haar: Seidig, lang, gewellt, dicht; ohne Unterwolle.
Farbe : Alle Farben oder alle kombinierte Färbungen sind erlaubt.
GRÖSSE UND GEWICHT :
Widerristhöhe : 26 bis 32 cm, 1 cm mehr oder weniger ist erlaubt.
Gewicht : Ungefähr 6 kg.
FEHLER : Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss
als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem
Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und dessen
Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes zu
beachten ist.
DISQUALIFIZIERENDE FEHLER:
· Aggressive oder űbermässig ängstliche Hunde
· Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder
Verhaltensstőrungen aufweisen, műssen disqualifiziert
werden.
· Völliger Mangel oder teilweise Depigmentierung des
Nasenschwamms, von den Lefzenrändern, Augenlidern, oder
andere Farbe als schwarz, für braunes Haarkleid und
ähnliches andere Farbe als dunkelbraun.
· Stupsnase.
· Fehlen von einem oder mehreren Schneidezähnen oder
einem Fangzahn.
· Fehlen von 2 unteren Zähnen die nicht hintereinander sind
(PM 2, PM3, PM4).
· Fehlen von 2 unteren Zähnen hintereinander (PM2, PM3,
PM4).
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· Fehlen von 1 Molar (obere PM4, untere M1) oder von einem
anderen Molar außer M3.
· Vor- oder Rückbiss.
· Augen: klein, mandelförmig, hervortretend, zu hell oder
verschiedenfarbige Augen.
· Entropium, Ektropium.
· Zu kurze Ohren oder ohne Fransen.
· Eingerollte ringförmige Rute.
· Fell : Lockig, zu kurz, ohne Wellen.
· Gravierende anatomische Missbildung.
N.B.
· Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden
aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.
· Zur Zucht sollen ausschließlich funktional und klinisch
gesunde, rassetypische Hunde verwendet werden.
Dieser geänderte Standard wird ab September 2004 in Kraft
treten.